Midijobs
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Der Midijob - Wenn es etwas mehr im Geldbeutel sein soll...Den Minijob kennt jeder, aber von einem Midijob haben noch nicht so viele Menschen gehört. Den großen Bruder des Minijobs gibt es erst seit April 2003. Er hat einige Vorteile gegenüber dem Minijob, jedoch gibt es auch einiges zu beachten. |
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Um einen Midijob handelt es sich, wenn der Arbeitnehmer regelmäßig ein Einkommen zwischen 400,01 € und 800 € im Monat erhält, es sich um ein Beschäftigungsverhältnis handelt und nicht um einen Teil der beruflichen Ausbildung. Praktika fallen aus dieser Regelung meist raus.
Warum wurden Midijobs eingeführt?
Der Gesetzgeber hat diese Jobs im Niedriglohnbereich eingeführt, weil es bis dahin keine Zwischenstufe zwischen dem Minijob und einem normalen Job gab. Während der Arbeitnehmer für einen Minijob 0 % seines Arbeitsentgelts an Sozialversicherungsabgaben zahlen muss, muss er für einen ganz normalen Job 21,5 % an Abgaben bezahlen. Auch für den Arbeitgeber lohnt es sich nicht jemanden einzustellen, wenn das Einkommen knapp über 400 € liegt. In diesem Fall muss er gleich von sehr niedrigen Abgaben auf sehr hohe Abgaben umstellen. Für den Midijob werden Abgaben zwischen 11 und 21 % fällig. Die Höhe berechnet sich anhand der Höhe des Einkommens, das durch den Midijob erwirtschaftet wird. Der Gesetzgeber beabsichtigte mit der Einführung des Midijobs gleich mehreres:
- Eine Senkung der Sozialversicherungsbeiträge
- Schaffung eines Anreizes für Arbeitslose eine Beschäftigung zu ergreifen
- Eine bessere soziale Absicherung von Beschäftigten
- Mehr Beiträge für die Sozialversicherung
Was ist mit der so genannten Gleitzone gemeint?
Die Höhe der Sozialversicherungsabgaben steigt parallel zur Höhe des Einkommens an in der Gleitzone zwischen 400,01 € bis 800 €. Es beginnt bei 11 % des Arbeitsentgelts und geht bis zu einer Höhe von 21 %. Im Internet werden verschiedene Gleitzonenrechner angeboten, mit denen man seine monatlichen Abgaben genau ausrechnen kann. Sie sollten nur darauf achten, dass es sich um einen Rechner von 2009 handelt. Gleitzonenrechner finden Sie auf Seiten der DAK, SBK oder unter www.gleitzonenrechner.de.
Gibt es einen Vorteil der Midijobs?
Der größte Vorteil der Midijobs besteht darin, dass der Arbeitnehmer krankenversichert ist. Genau das ist gemeint mit der besseren sozialen Absicherung von Beschäftigten. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass mehr Jobs angeboten werden, wenn der Arbeitgeber für einen Job mit einer Entlohnung, die knapp über 400,00 € monatlich liegt, nicht sofort den vollen Beitragssatz zahlen muss, den er für einen Beschäftigten in Vollzeit leisten muss.
Gelten für Studenten besondere Regeln?
Studenten müssen bedenken, dass sie nicht mehr als 20 Stunden in der Woche arbeiten dürfen, wenn sie nicht aus ihrer günstigen Krankenversicherung herausfallen möchten. Außerdem dürfen viele Studenten nicht mehr als 400 € in einem Minijob pro Monat hinzuverdienen, weil sie sonst Ansprüche auf Bafög und ihre studentische Pflichtversicherung verlieren.
Was ist mit der Rentenversicherung?
Der Midijob ist lohnsteuerpflichtig und Sozialversicherungsbeiträge müssen geleistet werden. Auch Rentenversicherung wird fällig. Allerdings gelten hier reduzierte Beiträge zwischen 2 und 10 % des Arbeitsentgelts. Es gibt jedoch die Möglichkeit die Abgaben für die Rentenversicherung freiwillig heraufzusetzen. Das ist auf jeden Fall zu empfehlen.
Gibt es Nachteile?
Der Midijob ist grundsätzlich eine gute Sache. Allerdings wird häufig bemängelt, dass sich ein Midijob nur dann lohnt, wenn das Einkommen wirklich nur knapp über 400 € monatlich liegt. Liegt es höher, dann steige die Höhe der Abgaben in einem Maße, dass man am Ende für das Doppelte an Arbeit, die man in einem Minijob zu bewältigen hat, kaum mehr als 400 € raus hat. Abhängig ist eine solche Rechnung aber immer von persönlichen Faktoren: Familienstand, Steuerklasse, …





